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                Läufigkeit von Hündinnen - Was müssen Sie wissen und beachten Hündinnen erreichen ( je nach Rasse ) ihre Geschlechtsreife mit dem 6. - 12. Lebensmonat, d.h. sie werden das erste Mal läufig. Die hormonelle Umstellung des Körpers auf die Geschlechtsreife hin wird auch bei Hunden als Pubertät bezeichnet.Das heißt, dass Rüden und Hündinnen in dieser schwierigen Zeit eine Wesensveränderung durchmachen.Beide werden u.a. empfindlicher, unsicher, ängstlicher, anhänglicher und zeigen oft Fehlreaktionen in ihrem Verhalten,wie Schreckhaftigkeit, Fressunlust oder -gier, Unfolgsamkeit, Unkonzentriertheit, Gereiztheit, ja sogar Angstbeißen, wenn sie in Bedrängnis kommen. Deshalb ist es äußerst wichtig, dass der Mensch feinfühlig mit diesen Tieren umgeht.  In der Zeit vor und während der Läufigkeit sollte man seine Hündin liebevoll und rücksichtsvoll behandeln. Das Verhalten von läufigen Hündinnen  deckt sich selten mit dem „normalen“.  Deswegen sollten Sie in dieser Zeit keine Leistungerzwingen und keinen Hundesport betreiben. Scharfe Worte, Maßregeln, Strenge und Zwang prägen sich als schlechte Erfahrung in die Hundeseele ein und können später zu ernsten Störungen der guten Beziehung Mensch - Hund führen. In dieser Zeit ist es also sehr wichtig, dass der Halter ein Gespür für die Hündin entwickelt, im besten Falle entwickelt hat und sehr feinfühlig mit seiner Hündin  umgeht, sie liebevoll und vor allem rücksichtsvoll und entschuldigend behandelt; sie ist halt unpässlich! Die Zeit der ersten Läufigkeit ist für die Hündin genauso spannend und anstrengend wie für Sie als Mensch. Diese Zeit prägt und daher sollten Sie scharfe Ansprachen, eine nicht angebrachte Strenge und vor allem Zwang vermeiden. Nehmen Sie bitte Rücksicht, denn sonst wird die Hündin eventuell diese schlechten Erfahrungen speichern und Ihr Verhältnis kann gestört sein. Es gibt die Aussage, dass die Geschlechtsreife auch die 2. Prägungsphase ist. Bitte beachten Sie das sehr genau! Woran erkennen Sie, dass Ihre Hündin läufig ist? Sie erkennen imgrunde eine entretende Läufigkeit bereits am Verhalten der Hündin. Sie fängt an, auf Ihren Runden nicht mehr nur Urin abzusetzen, sondern es wird Ihnen auffallen, dass die Hündin sich stets setzt; sie markiert! Wenn Sie denken: Wie ein Rüde … jawohl, dann dürfen Sie sicher sein, die Läufigkeit ist im Anmarsch! Des Weiteren schwillt die Vulva an und Sie entdecken später blutiges Sekret. Dieses Sekret ist mit Duftstoffen angereichert. Die Läufigkeit von Hündinnen wird in 2 entscheidenden Phasen unterteilt, ist man hier genauer, betrachtet man 4 Phasen: 1. Läufigkeit Hündinnen: Proöstrus - Die ersten Läufigkeitstage bei Hündinnen Man geht in dieser Phase, der ersten Läufigkeitstage davon aus, dass diese ca. 7 bis 10 Tage (auch bis zu 18 Tagen) dauert.  In dieser Zeit reinigt sich die Hündin eigentlich selbst, sie entfernt das Blut durch häufiges Lecken und ist sehr reinlich.  Rüden, die den Geruch der Hündin aufgenommen haben und sich äußerst interessiert zeigen, werden von den Hündinnen gnadenlos abgewiesen. Hündinnen im Proöstrus wehren die „Herren“ der Schöpfung energisch ab, schnappen weg, beißen weg. 2. Läufigkeit Hündinnen: Ostrus Nun kommen wir zu den kritischen Läufigkeitstagen bei Hündinnen. Ab jetzt heißt es „Aufpassen“, wenn Sie keinen Nachwuchs wünschen und keinen Zuchtauftrag angenommen haben. Der Ostrus schließt sich dem Proöstrus etwa zwischen dem 10. Und 20. Tag nach dem ersten Blutungstag an. Sie erkennen auch an dem blutigen Sekret die kritische Phase, nämlich dann, wenn das Blut von einer roten in eine hellrosa Farbe wechselt. Es erscheint dann auch wässriger- Nun ist Achtung geboten, denn jetzt ist die Zeit gekommen, in der Hündinnen deckbereit sind, das heißt, Ihre so „fromme“ Hündin wehrt die Rüden nicht mehr ab, ganz im Gegenteil. Als ganz deutliches Zeichen  für eine Paarungsbereitschaft erkennen Sie, wenn Ihre Hündin die Rute bereitwillig zur Seite nimmt, manchmal auch das Hinterteil gezielt vor den Rüden dreht, Rute zur Seite und quasi auffordert. Es kann Ihnen auch passieren, dass Ihre Hündin sich aus dem Staub macht, denn ist der Fortpflanzungstrieb so groß, dann geht sie hinaus, um sich einen Rüden zur Paarung zu suchen. Hier ist also absolute Vorsicht geboten, lassen Sie die Türen nicht offen, lassen Sie Ihre Hündin nicht einfach im Park ohne Leine spazieren, lassen Sie sie nicht unbeaufsichtigt und ungesichert im Garten rum laufen! … Hüten Sie und bewachen Sie Ihre Hündin! Ist diese Phase vorbei und die Hündin ist nicht mehr paarungsbereit, werden Sie es ganz schnell wissen. Sie wehrt wieder energisch jeden Rüden ab, sie ist dabei sehr, sehr deutlich und kann es überhaupt nicht leiden, wenn ihr dann ein Rüde noch zu nahe kommt. Allmählich findet sie wieder in ihre Situation zurück und alles ist wie es war … Und wir haben Phase 3 erreicht. 3. Läufigkeit Hündinnen: Metöstrus Dem Östrus, also der heißen Phase, schließt sich der Metöstrus an. Diese Phase dauert etwa 2 bis 3 Monate. In dieser Zeit wird der Hormonhaushalt durch das Progesteron, das Schwangerschaftshormon, beherrscht. Ist Ihre Hündin gedeckt worden, entwickeln sich dann die befruchteten Eier zu Embryonen. Diese können ab dem 20. Tag nach dem Deckakt per Ultraschalluntersuchung in der Gebärmutter nachgewiesen werden. Das Hormon Prolaktin lässt das Gesäuge anschwellen, anwachsen bis zu dem Zeitpunkt der Geburt dann ist auch die Milch eingeschossen ist. Die Geburt der Welpen erfolgt etwa zwischen dem 56. Und 64. Tag nach dem Deckakt. Aber auch, wenn die Hündin nicht gedeckt wurde, wo von wir hier jetzt ausgehen, kann das Gesäuge stark anschwellen und Milch einschießen. Die Hündin ist in diesem Fall scheinträchtig. Auf das Verhalten scheinträchtiger Hündinnen und den gesundheitlichen Aspekt, wird in einem weiteren Artikel eingegangen. Bei Hündinnen, die nicht gedeckt wurden, gehen nach und nach, wie oben bereits beschrieben, die Läufigkeitszeichen allmählich deutlich zurück. Die Vulva schwillt wieder ab und die Rüden werden zurück gewiesen. Und so sind wir schon in Phase 4 angekommen: 4. Läufigkeit Hündinnen: Anöstrus Diese Phase nennt man auch „geschlechtshormoneller Ruhestand“. Diese Phase ist die beste für alle Dinge, die Sie mit Ihrer Hündin machen möchten, w. z. B. entspannt reisen, die Hündin erfolgsorientiert ausbilden oder auch Prüfungen, speziell physisch anspruchsvoll, sind in dieser Zeit optimal. Diese Phase dauert etwa 90 Tage. Und dann beginnen wir schon wieder mit Phase 1 … Und Ihre Hündin ist nun schon erfahrener … Wenn Sie mit einer Hündin leben, ist ein sogenannter Zykluskalender sehr hilfreich. So können Sie den Hormonhaushalt gut überprüfen. Sie schreiben sich einfach den ersten Tag der Blutung auf und können somit auch überblicken, in welcher der 4 Phasen sich Ihre Hündin befindet. Für Sie noch mal ein Überblick:
Die kleinen Löwen vom Zillertal