©Haba Senghe Tibet-Spaniel 2013/2014 / Burgstall 382 / 6290 Mayrhofen / Tirol - Austria / Tel.: +43-(0)5285-63970 / www.tibbies.at
Die kleinen Löwen vom Zillertal
Unter Individualdistanz versteht man die Entfernung bzw. Nähe die ein Hund duldet ohne darauf mit Aggression zu reagieren. Diese Individualdistanz ist, wie der Name schon sagt, vom einzelnem Individuum, seinem Charakter abhängig. Dass heißt, diese Verhaltensweise ist von Tier zu Tier verschieden. Diese Distanz  ist notwendig um das Rudelgefüge aufrecht zu erhalten. Hierbei ist nicht nur die körperliche Nähe Ausschlag gebend sondern auch der Sichtkontakt. Mit Hilfe des Fixierens kann bereits die Individualdistanz aufrecht erhalten oder gestört werden. Im Zirkus wird durch die Bewegung des Dompteurs und seines Stockes meist mit dieser Individualdistanz gearbeitet. Einfach ausgedrückt kann man sich vorstellen, dass um jeden Hund zwei verschieden große gedachte Kreise gezogen sind, die jeweils eine Grenze darstellen. Wird von einem anderem Sozialpartner, also auch uns, die äußere Grenze überschritten, reagiert der Hund meist mit Meideverhalten, d.h. er zieht sich weiter zurück. Da sich die Kreise mit dem Hund bewegen, kann er jetzt noch mit Flucht reagieren. Ist ihm aber die Fluchtmöglichkeit versperrt, muß er ab einem bestimmten Punkt mit Aggression reagieren. Beachten wir die Reaktionen des Hundes nicht und überschreiten den zweiten engeren Kreis ebenfalls, welcher meist in sehr enger körperlicher Nähe des Hundes ist, kommt es zwangsläufig zum Angriff des Hundes, wobei sein Körper sämtliche Symptome von Angst zeigt. Das oben gesagte trifft natürlich in erster Linie auf unbekannte, "ungeliebte" oder fremde sich nähernde Individuen zu. Dies kann uns mit jeder Maus passieren, die in der Ecke sitzt und die wir einfangen wollen. Hört sich sehr theoretisch an, ist aber bei jedem Spaziergang mit dem angeleintem Hund zu beobachten. Dem angeleintem Hund ist die Fluchtmöglichkeit versperrt. Beim Überschreiten des äußeren Kreises durch einen anderen Hund kommt es zur ersten Reaktion, dem Bellen als Abwehr damit der andere nicht noch näher kommt. Kommt dieser doch näher, kommt es nach kurzzeitiger Unsicherheit des angeleinten Hundes meist doch zur Aggression aus Angst oder Sicherheit weil der andere Hund die Individualdistanz des angeleinten nicht beachtet hat. Abschließend sei noch gesagt, dass Angst, insbesondere durch ständige soziale Konflikte begründete Angst, oft zu Neurosen (psychische Schäden) und/oder organischen Krankheiten (physische Schäden) führen kann. (Übrigens auch beim Menschen z.B. Magengeschwür). (Quelle)
Individualdistanz
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